Let’s talk about … die Entscheidung für Modell 3

Vor beinahe einem Monat schon haben wir euch an dieser Stelle darüber informiert, dass große Veränderungen auf die Jungschar der Erzdiözese Wien zukommen. Durch bevorstehende Einsparungen und andere Überlegungen im Zusammenhang mit der erfolgten Gründung der Dienststelle „Junge Kirche“ steht auch eine Strukturveränderung an. Damals haben wir euch auch die drei Modelle vorgestellt, die zur Diskussion standen und aus denen eines durch den Erzbischof – nach gründlicher Beratung im Bischofsrat – ausgewählt wurde. 

Wie ihr wisst – die „Junge Kirche“ als Dienststelle, die Jugend, Jungschar und die Seelsorge für alle Ministranten und Ministrantinnen in der Erzdiözese Wien umfasst und unterstützen soll, sind wir nicht allein und auch nicht allein die drei erwähnten Fachbereiche. In der „Jungen Kirche“ gibt es auch hauptamtliche Mitarbeiter/innen, die maßgeblich an diesem Strukturprozess (und anderen Projekten wie der neuen gemeinsamen Zeitschrift) beteiligt sind. Allen voran natürlich Simon Mödl, der Dienststellenleiter. Er leitet in dieser Funktion nicht nur die Dienststelle sondern auch die Projektgruppe mit Mitgliedern aus allen Fachbereichen, die in einer zweitägigen Klausur die vorgestellten Modelle entwickelt hat. Und er hatte auch die Aufgabe, die Modelle dem Bischofsrat vorzustellen, damit dann eine gute und fundierte Entscheidung getroffen werden konnte. 

Mittlerweile ist die Entscheidung verkündet worden – es wurde das dritte Modell. Was das für uns als Diözesanleitung und unsere Arbeit mit und für euch heißt, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten erst herausstellen bzw. zu überlegen sein. Und wir werden euch darüber natürlich am Laufenden halten. Unsere Sichtweise und Überlegungen werdet ihr also noch oft genug dazu hören und lesen. Jetzt räumen wir hier kurz das Feld und überlassen es ausnahmsweise Simon, der aus seiner Sicht über die Entscheidung berichtet.


Beständigkeit durch Wandel

Wenn man möchte, dass manches so bleibt, wie es ist, dann heißt das bisweilen auch, dass man ziemlich viel ändern muss! Wenn wir wollen, dass wir auch heute und morgen Kinder und Jugendliche mit unseren Angeboten erreichen, wenn wir ihnen auch heute und morgen Erlebnisse von Gemeinschaft, Freundschaft, Kirche und Christusbeziehung ermöglichen wollen, wenn wir auch heute und morgen den vielen ehrenamtlich Engagierten möglichst viel Unterstützung und Begleitung anbieten möchten, dann müssen wir unsere Arbeitsweise und Methoden immer wieder daran messen und neu ausrichten.

Schon 2015 ist deshalb auf diözesaner Ebene einiges in Bewegung geraten: ausgehend von der Beobachtung, dass in den Pfarren die Grenzen zwischen der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Ministrant/innen immer mehr verschwimmen, sollten auch auf organisatorischer Ebene diese Bereiche enger zusammenarbeiten. Deshalb wurde am 01.01.2016 die Dienststelle Junge Kirche gegründet.

Seit der Gründung arbeiten wir nun intensiv daran weiter, wie wir in Zukunft den veränderten Bedingungen gerecht werden können. Verschiedene Konzepte wurden erarbeitet und am Ende hat unser Erzbischof, Christoph Kardinal Schönborn eine Entscheidung getroffen. Und die sieht mit 01.01.2018 weitreichende Änderungen in unserer bisherigen Struktur und Arbeitsweise vor:

Anstelle der Struktur mit drei Fachbereichen (Kinderseelsorge/Kath. Jungschar, Jugendseelsorge/Kath. Jugend und Ministrantenseelsorge), tritt eine neue, durchlässigere und auf mehr Vernetzung angelegte Struktur. Die beiden Organisationen Kath. Jungschar und Kath. Jugend werden nicht mehr mit der Kinder- bzw. Jugendseelsorge als Ganze beauftragt, sondern können sich auf ihr eigenes Profil und ihre Themen konzentrieren. Die Junge Kirche stärkt ihr Profil als Servicestelle der EDW für Kinder-, Jugend- und Ministrantenseelsorge. Deshalb gibt es Themenbereiche, die in Zukunft fest verankert werden (etwa „Musik & Liturgie“, „Sakramentenpastoral“ und andere). So sollen auch noch mehr Gruppen und Initiativen erreicht und unterstützt werden, die uns bisher noch nicht als ihre Servicestelle wahrnehmen.

Eine der größten Veränderungen stellen die zukünftigen Aufgaben der derzeitigen Jugendleiter/innen dar. Diese rund 20 Mitarbeiter/innen der Jungen Kirche, die verteilt über das ganze Diözesangebiet derzeit „nur“ für die Kath. Jugend und Jugendseelsorge im Einsatz sind, werden sich in Zukunft auch um die Kinder- und Ministrantenseelsorge in der ganzen Erzdiözese kümmern. Das bedeutet für die Gruppenleiter/innen und Pfarrverantwortlichen vor allem: wir sind in Zukunft noch näher an euch dran und können euch so hoffentlich noch besser unterstützen! Aber auch im Büro am Stephansplatz werdet ihr natürlich weiterhin Ansprechpartner/innen für eure ganz spezifischen Anfragen in Sachen Jungschar finden!

Auch in Zukunft werden wir darauf achten, dass viel Raum für ehrenamtliche Teams und die Beteiligung bzw. Mitarbeit an ganz unterschiedlichen Projekten gegeben sein wird. Zwar bedeuten die Einsparungen, die wir in den kommenden Jahren werden vornehmen müssen auch, dass manches Vertraute nicht mehr oder nur mehr in veränderter Form möglich sein wird. Aber vor allem bedeuten die neue Struktur und die neuen Formen der Zusammenarbeit, dass auch Platz wird für Neues! Wir freuen uns auch in Zukunft auf eure Unterstützung und euer tatkräftiges Engagement. Denn eines ist trotz aller Veränderungen sicher: ohne die vielen vielen ehrenamtlichen Gruppenleiter/innen, Mitarbeiter/innen, Pfarrverantwortlichen usw. usw. geht in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit in unserer Erzdiözese gar nichts!

Simon Mödl – Dienststellenleiter Junge Kirche der Erzdiözese Wien

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