Kategorie: Pfarrjungschar

700.000 potentielle InteressentInnen

Vor 2 Jahren haben wir mit unserem Projekt „Jungschar vor Ort“ begonnen. Ziel war es, für interessierte Eltern eine Andockstation zu haben um die nächstgelegene Jungschar zu finden. Denn auch wenn noch immer viele Kinder über die Erstkommunion zur Jungschar kommen, gibt es doch (gerade in der Stadt) immer mehr, die keine Andockmöglichkeiten mehr an die Pfarre in ihrer Nähe haben.

Immer wieder haben uns solche Eltern gefragt, wo es denn die nächste Jungschar in ihrer Umgebung gibt. Aus diesem Interesse heraus ist die Jungscharkarte entstanden. Und wir freuen uns hier mehr als 300 Pfarren präsentieren zu können, wo es regelmäßige Jungschargruppen gibt. In den letzten Wochen haben wir sie – mit Hilfe der Jungscharverantwortlichen in den Pfarren – noch auf den aktuellsten Stand gebracht.

Die beste Karte nutzt aber nichts, wenn sie nicht gefunden wird. Deswegen freuen wir uns, dass die Erzdiözese Wien unsere intensive Arbeit honoriert hat und für die Karte – und damit natürlich auch für die Jungschar – Werbung macht. Und das gleich 700.000 mal.

Denn ca. so viele Kirchenbeitragsvorschreibungen werden in diesen Wochen versendet. Und auf allen Rückseiten findet sich diese Werbung:

Rueckseite_Kirchenbeitrag_Jungschar_druck

Dafür haben wir auch eine eigene „Elternseite“ auf der Homepage eingerichtet, auf der sich die wichtigsten Informationen befinden: wien.jungschar.at/eltern

elternpage

Wir hoffen, dass viele Eltern, Großeltern etc. diese Möglichkeit auch nutzen, um sich für die Jungschar zu interessieren und ihren Kindern oder Enkelkindern die Chance zu bieten tolle Jahre in der Jungschar zu verbringen.

Werbung für die Jungschar

Ein großer Wunsch bei unserer Jungscharumfrage vor einem Jahr war es, dass wir auch mehr Werbung für die Jungschar machen.

Deswegen haben wir dieses Jahr erstmal ein Inserat im  „VORmagazin Kinderguide“ geschalten. Die 4. Ausgabe des VORmagazin Kinderguides erhalten alle ca. 40.000 Wiener Schulkinder der 3. und 4. Volksschulklassen im Oktober kostenlos  – direkt in der Schule zum Lesen und mit nach Hause nehmen (Größe A6)

Zusätzlich werden 60.000 VORmagazin Kinderguides österreichweit bei kindaffinen Veranstaltungen in allen Hauptstädten der Bundesländer verteilt.

Wir hoffen damit einen kleiner Schritt zur besseren Information über die Jungschar gemacht zu haben (auch wenn es nicht billig war).

Die Reform der Erzdiözese Wien und die Jungschar

Am Mittwoch hat Kardinal Schönborn eine große Strukturreform für die Erzdiözese Wien angekündigt. Kurz zusammengefasst kann man sagen, dass es in 10 Jahren nur mehr ca. 200 „Zentralpfarren“ geben soll, die die „Mütter“ für viele kleinere Gemeinden sein sollen. In jeder Zentralpfarre sollen mehrere Priester aktiv sein, die Leitung soll gemeinschaftlich wahrgenommen werden und zwar von Priestern und Laien. Die Filial-Gemeinden haben keinen eigenen Pfarrer mehr und sollen von ehrenamtlichen Laien geleitet werden.

Mit dem neuen Modell der Erzdiözese Wien sehen wir viele Chancen, dass sich das zum Besseren wendet. Denn wer in unserer Diözese große aktive Jungscharpfarren kennt, weiß dass motivierte Gruppenleiter/innen nicht nur viele neu Kinder anziehen, sondern sich auch selbst stark in die Pfarre und den PGR einbringen. Da profitiert die Jungschar und die Pfarre davon.

In Zukunft ist man im Konfliktfall nicht mehr der Allmacht eines Pfarrers ausgeliefert, sondern kann mit einem Pfarrteam gemeinsam diskutieren, wenn es Probleme oder Wünsche an die Jungschar gibt. Die Gruppenleiter/innen können autonomer agieren und ihre persönlichen Charismen ausleben, die oft die Stärke der Jungschar in einer Pfarre sind.

Aber auch für Pfarren ohne Jungschar und mit wenigen Kindern ergeben sich neue Chancen: Denn mit der engeren Zusammenarbeit von Filialgemeinden, kann man auch übergreifend Jungschar machen, in dem es für mehrere Gemeinden eine Jungschargruppe gibt. Das scheitert heute leider auch sehr stark am Denken in Pfarrgrenzen.

Klar ist, dass so eine Reform nicht einfach ist und man auch von einigen liebgewonnen Dingen wird Abschied nehmen müssen. Und das Ausstreiten neuer Strukturen wird oft auch nicht leicht sein und gerade wir als Jungschar werden uns unseren Teil an Autonomie sicher auch in manchen Pfarren und Gemeinden erkämpfen müssen. Die Jungschar-Diözesanleitung wird euch dabei aber sicher zur Seite stehen.

Wenn das funktioniert, könnte sich aller Kirchenaustritte zum Trotz aber auch eine neue Aufbruchsstimmung entwickeln, die auch die Jungschar in vielen Pfarren wieder stärker machen kann. Und wir können damit wieder viele neue Kinder gewinnen, die in der frohen Botschaft Jesu einen guten Zukunftsweg für sich sehen. Es zahlt sich auf jeden Fall aus, sich hier aktiv einzubringen!

Wir werden euch auf dem laufenden halten, wie die nächsten Schritte in diesem Prozess sind.

Anmerkung: Im ursprünglichen Text wurde die Thematik angesprochen, dass das neue System auch Schwierigkeiten mit Priestern aus anderen Ländern vermeidet. Nachdem dies implizieren könnte, dass wir prinzipiell etwas gegen Priester aus anderen Ländern haben, haben wir den Absatz gestrichen, weil dem natürlich nicht so ist.

Das Kreuz im Jungscharraum

Vor einigen Tagen haben wir einen Beitrag auf „thema kirche“ entdeckt, wo es um die Probleme einer Pfarrjungschar geht:

In der Debatte über den Gehorsam, um den es hier eigentlich gehen sollte, gibt es viele verschiedene Meinungen. Einige davon sind für mich sehr nachvollziehbar. Aus einem aktuellen Beispiel möchte ich aber zeigen, wohin missverstandener Gehorsam führen kann: Mit viel Geld wurde unser Pfarrhof renoviert, der Pfarrer will diesen „schön erhalten“ und gibt die Devise aus: „Nichts darf aufgehängt werden.“. So bleibt auch der Jungscharraum kahl und unpersönlich. Am Jungscharlager gestalten Kinder individuell ein Kreuz, weil auch dieses im Jungscharraum noch fehlt. Problem: Die vom Pfarrer ausgegebene Weisung muss uneingeschränkt gelten. Diskussion kann es darüber auch keine geben, weil „was der Pfarrer sagt, muss gelten.“ Dieser Interpretation von Gehorsam kann ich mich nicht anschließen und denke wieder einmal über meine Rollen in der Pfarre und in dieser Kirche nach. Harald Niederhuber, 1030 Wien PS: Ich fürchte, dass zwischen der „Debatte im Großen“ und solchen Auswüchsen durchaus ein systematischer Zusammenhang besteht…

(Originalbeitrag hier)

Leider ist das nur eines von vielen Beispielen, wo der Jungschar in der Pfarre das Leben schwer gemacht wird. Wir versuchen in solchen Fällen zu helfen, indem wir andere Menschen bitten, mit dem Pfarrer diesbezüglich zu reden. Im konkreten Fall den Wiener Bischofsvikar Schutzki, der seinerseits sofort reagiert hat und das an den zuständigen Dechant weitergeleitet hat. Wir hoffen, dass es Erfolg hat!

Austausch mit Jong Nederland

Selten aber doch kommen wir auch dazu uns mit Kinder- und Jugendorganisationen zu treffen. Dabei steht dann weniger der inhaltliche Austausch im Mittelpunkt, als mehr das gemeinsame Beisammensein, spielen, plaudern,…

Rund um Christi Himmelfahrt waren jetzt junge Menschen von der Organisation Jon Nederland. Sie haben in der Pfarre Hietzing übernachtet, waren in Schönbrunn spazieren, haben gemeinsam mit Gruppenleiter/innen aus Maria Hietzing, Währing St.Gertrud und Deutsch Wagram Scotland Yard in Wien gespielt (nicht am Brett, sondern wirklich quer durch die Stadt), konnten in Deutsch Wagram bei einem Geländespiel mit Kindern mitmachen und vieles mehr.

Es war ein sehr spannender Austausch und sie haben uns gleich zu sich in die Niederlande für nächstes Jahr eingeladen. Wahrscheinlich wieder rund um Christi Himmelfahrt wollen wir dann dorthin fahren. Nähere Infos für alle die mitfahren wollen gibt es ab Sommer im Jungscharplaner und auf der Homepage.

Die PGR-Wahl naht

Die PGR-Wahl kommt und sie ist natürlich für Kinder und für die Jungschar nicht unwichtig. Schon seit vielen Jahren kämpfen wir für ein besseres Kinderwahlrecht. Manches hat sich auch schon gebessert, aber noch immer ist es so, dass die Kinder nur dann wählen können wenn ihre Eltern auch zur Wahl gehen. Alle Kinder deren Eltern nicht in die Pfarre kommen, sind deshalb von der Wahl ausgeschlossen.

Wir haben daher bei Jungscharforum letzte Woche einstimmig eine Resolution beschlossen, in der verschiedene Forderungen aufgestellt werden. Manche können sofort umgesetzt werden, wie eine ausreichende Information und eine Auseinandersetzung der Kinder mit den Kandidat/innen. Wichtig ist uns natürlich auch, dass nicht die Eltern für die Kinder entscheiden, sondern die Kinder alleine entscheiden, wem ihre Stimme gehört.

Für die Kinder, die ohne Eltern kommen regen wir an zu Überlegen, ob es nicht doch eine Möglichkeit der Stimmabgabe gibt, auch wenn wir wissen, dass diese Möglichkeit so explizit (leider noch) nirgends vorgesehen ist.

Diese Informationen haben wir auch in einen Folder gepackt, der dieser Tage an alle Pfarren geht. Der zweite Folder (der auch dem nächsten kumquat in fünffacher Ausführung beiliegt) ist ein Kinder/Elternfolder, den ihr euren Jungscharkindern mitgeben könnt.

Wir hoffen natürlich auch, dass sich viele Jungschargruppenleiter/innen als Kandidat/innen aufgestellt haben, damit die Jungschar auch im PGR eine kräftige Stimme hat!

Das Jungschar Manifest

Im Herbst habe wir euch gebeten, uns eure Meinung dazu zu sagen, was euch bei der Jungschar wichtig ist, was die wichtigen gemeinsamen Punkte sind. Wir haben nun daraus in intensiver Arbeit das „Jungscharmanifest“ gemacht, das gestern beim Jungscharforum noch einmal diskutiert und dann beschlossen wurde. Ihr findet den vollständigen Text hier…

Das Manifest soll nun nicht sein, was einmal beschlossen ist und dann in der Schublade verschwindet, sondern wir wollen es bei vielen Gelegenheiten dazu nützen um Menschen ganz konkret zu sagen, was Jungschar eigentlich ist. Das sind z.B. Gruppenleiter/innen, die neu anfangen, Eltern die ihre Kinder in die Jungschar schicken wollen aber auch Priester, die (leider) mit dem Wort „Jungschar“ nichts mehr anfangen können.

Natürlich könnt ihr den Text auch nützen, wenn ihr die Jungschar bei einem Elternabend oder im Pfarrblatt vorstellen wollt.

P.S. Im Anschluss an das Jungscharforum gab es dann noch den DKA-Cocktail. Fotos davon könnt ihr hier sehen: