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Romaria – Wallfahrt in Solidarität mit Flüchtlingen

Am 27. April fand die vierte Romaria statt – eine Wallfahrt der etwas anderen Art. Anders weil das Ziel 3 Flüchtlingsheime (in Schwechat, Inzersdorf und St. Gabriel) sind. Anders weil diese Wallfahrt breit unterstützt wird z.B. von Jungschar und KJ, den Steyler Missionaren, IMpuls

Romaria - Aufbruch in Schwechat © Pilz SVD
Aufbruch in Schwechat
Foto: Pilz SVD

LEBEN, aber auch von der Muslimischen Jugend Österreich, Attac, Asylkoordination, usw. um nur einige zu nennen. Und ebenso bunt gemischt ist die Gruppe der Teilnehmer/innen: jung und alt, in Pfarren engagiert und Teil der Zivilgesellschaft, Österreicher/innen und Migrant/innen. Und wie im Leben gehen manche  den gesamten Weg von Schwechat bis Mödling mit, manche verlassen uns unterwegs, manche stoßen später dazu, manche gehen einen Teil des Weges mit und die Neu-Hinzugekommenen werden bei jeder Station freudig begrüßt.

Die Idee der Romaria geht auf die brasilianischen „Romarias da terra“ zurück. Das sind Wallfahrten der Landlosenbewegung, die Landbesetzungen zum Ziel haben und Solidarität mit diesen fördern und so auch politische Kräfte stärken wollen.

Jesu Worte „Ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen!“ (Mt 25, 35) ernstnehmend will die Romaria auf die vielfältigen Situationen von Flüchtlingen in Österreich, der EU und weltweit aufmerksam machen. Dadurch verbinden sich Gebet und politisches Handeln und können so hoffentlich zur Verwirklichung  eines guten Lebens für alle Menschen auf dieser Welt beitragen.

Romaria - Ankunft in St. Gabriel © Pilz SVD
Ankunft in St. Gabriel
Foto: Pilz SVD

Einen ausführlichen Bericht von Franz Helm SVD gibt es hier zu lesen.

Das Kreuz im Jungscharraum

Vor einigen Tagen haben wir einen Beitrag auf „thema kirche“ entdeckt, wo es um die Probleme einer Pfarrjungschar geht:

In der Debatte über den Gehorsam, um den es hier eigentlich gehen sollte, gibt es viele verschiedene Meinungen. Einige davon sind für mich sehr nachvollziehbar. Aus einem aktuellen Beispiel möchte ich aber zeigen, wohin missverstandener Gehorsam führen kann: Mit viel Geld wurde unser Pfarrhof renoviert, der Pfarrer will diesen „schön erhalten“ und gibt die Devise aus: „Nichts darf aufgehängt werden.“. So bleibt auch der Jungscharraum kahl und unpersönlich. Am Jungscharlager gestalten Kinder individuell ein Kreuz, weil auch dieses im Jungscharraum noch fehlt. Problem: Die vom Pfarrer ausgegebene Weisung muss uneingeschränkt gelten. Diskussion kann es darüber auch keine geben, weil „was der Pfarrer sagt, muss gelten.“ Dieser Interpretation von Gehorsam kann ich mich nicht anschließen und denke wieder einmal über meine Rollen in der Pfarre und in dieser Kirche nach. Harald Niederhuber, 1030 Wien PS: Ich fürchte, dass zwischen der „Debatte im Großen“ und solchen Auswüchsen durchaus ein systematischer Zusammenhang besteht…

(Originalbeitrag hier)

Leider ist das nur eines von vielen Beispielen, wo der Jungschar in der Pfarre das Leben schwer gemacht wird. Wir versuchen in solchen Fällen zu helfen, indem wir andere Menschen bitten, mit dem Pfarrer diesbezüglich zu reden. Im konkreten Fall den Wiener Bischofsvikar Schutzki, der seinerseits sofort reagiert hat und das an den zuständigen Dechant weitergeleitet hat. Wir hoffen, dass es Erfolg hat!

Wir waren auf Klausur!

Der Februar ist traditionell auch der Monat, wo wir – die Diözesanleitung und einige Mitarbeiter/innen – uns 3 Tage lang auf der Burg Wildegg treffen, um die Planung für das nächste Arbeitsjahr zu machen.Auf dem Foto seht ihr nur einen Teil der Menschen, weil es arbeitsbedingt bei den Ehrenamtlichen immer ein Kommen und Gehen ist.

Die Klausur beginnt am Freitag traditionell mit einem Bildungsteil. Diesmal war Melanie Wolfers von ImpulsLeben da und hat mit uns zu dem spannenden Thema „Glaube und Gottesbild“ gearbeitet.

Samstag und Sonntag geht es dann in die inhaltlichen Überlegungen. Manches wird dann auch schon auf der Klausur konkretisiert, manches wird ein erstes Mal besprochen und dann zur Weiterarbeit einer Arbeitsgruppe übergeben.

Am Schluss kommt dann der schwierigste Teil: Wir müssen uns entscheiden, welche Angebote wir für euch im nächsten Jahr durchführen wollen und welche mangels Kapazität übrig bleiben. Da gibt es dann ein hartes Verhandeln, weil es natürlich viele gute Ideen gibt und es schwer fällt auch welche nicht zu machen.

Neu ist im nächsten Jahr ein zusätzlicher Grundkurs im Februar. Das wird für uns eine spannende Herausforderung, aber wir hoffen damit auch neue Gruppenleiter/innen ansprechen zu können, die im Sommer keine Zeit haben. Wie wir die Burg im Winter nur für eine Woche entsprechendgestalten werden wir uns im Herbst genau überlegen. Sicher brauchenwerden wir viele Helfer/innen, da für Auf- und Abbau nicht so viel Zeit ist.

2013 jährt sich die erste urkundliche Erwähnung der Burg Wildegg zum 825. Mal. Aus diesem Grund werden wir zwischen 30.5. und 2.6.2013 auf der Burg einige Aktivitäten dazu setzen. Auch dafür freuen wir uns über Unterstützung. Die genaue Planung beginnt erst im Sommer, wir werden also Ende des Jahre ein genaues Programm haben.

-Noch in der Überlegung ist ein Grundkurs an 2-3 Wochenenden unter dem Jahr. Außerdem überlegen wir uns, ob es sinnvoll ist die Weiterbildungsangebote unter dem Jahr regelmäßiger und nachvollziehbarer zu strukturieren.

Insgesamt ist es ein intensives gemeinsames Arbeiten gewesen, wo auch der Spaß nicht zu kurz gekommen ist.