Mit Beat und Bild durch die Erzdiözese

Angela und Joy vom Projekt Child Alert tourten durch die Erzdiözese Wien

Unsere Freude war groß, als wir Angela und Joy, unsere beiden Gäste aus den Philippinen, endlich am Bahnhof abholen konnten. Nach zwei langen Wochen in Salzburg und St. Pölten, sind sie endlich nach Wien zurückgekehrt. Müde waren die beiden schon, aber auch noch sehr motiviert, begeistert und entspannt.

Mit unseren Gästen im Riesenrad

Jedes Jahr kommen Gäste von einem Partner/innen-Projekt der Jungschar/Dreikönigsaktion nach Österreich, um ihr Projekt und auch ihr Land an Schulen und Pfarren vorzustellen. Dafür wird jedes Jahr ein anderes Land und ein anderes Projekt ausgewählt, auf das ein inhaltlicher Fokus bei der jeweiligen Aktion gelegt wird. Uns geht es darum, dass wir auch in Österreich bekannt machen, wie vielfältig, nachhaltig und zukunftsträchtig die Projekte sind, die die Jungschar fördert. Die Kinder sollen auch die Möglichkeit bekommen, andere Lebensrealitäten kennenzulernen und auch ein paar Gesichter hinter all diesen Worten sehen.

Der erste Abend mit unseren Gästen war sehr ruhig, sie konnten sich mal ein bisschen in Wien einfinden. Doch gleich am nächsten Tag starteten die beiden dann wieder durch. Bei Besuchen in Schulen und Pfarren haben Joy und Angela von den Philippinen, der aktuellen Situation dort, den Menschen und der Kultur, sowie natürlich von ihrem Projekt Child Alert erzählt.

Child Alert Mindanao arbeitet mit Kindern und Jugendlichen zum Thema Gewalt und Kinderrechte. Das Projekt baut stark darauf, Jugendliche selbst zu Akteuren/innen zu machen, sodass sie selbst gegen unterschiedliche Formen der Gewalt und für ihrem eigenen Schutz eintreten können.

Child Alert macht Kinder stark! Kinderrechte, Schutz von Kindern und Eröffnung von Chancen – das sind die großen Themen, die Child Alert in seiner Arbeit ins Zentrum stellt. In benachteiligten Vierteln von Davao City, einer Großstadt im Süden der Philippinen, gibt es viele Kinder, die arbeiten müssen, viele, die auf sich allein gestellt sind und viele, die Gewalt ausgesetzt sind. Child Alert will durch Workshops, Theater-, Kunst- und Kreativwerkstätten Kindern einen Ort geben, wo sie geschützt sind, wo sie ihre Rechte kennenlernen, wo sie sein können. Sie werden zu Multiplikator/innen ausgebildet, die diesen Gedanken dann weiter durchs Viertel tragen sollen. Durch Lobbyarbeit sollen Kinderrechte und der Schutz von Kindern auch auf politischer Ebene stärker in den Blick genommen werden, um bessere Rahmenbedingungen für Kinder und Jugendliche schaffen zu können.

Basteln mit der Kokosnuss

Neben ganz „gewöhnlichen“ Besuchen gab es am Samstag, den 1. Dezember einen Workshopnachmittag – ein offener Nachmittag für alle Interessierten. Neben dem Programm der Projektpartnerinnen, gab es drei Stationen, die die Kinder und auch die großen Kinder besuchen konnten. Da ging es um die Landschaft der Philippinen, um eines der wichtigen Produkte des Landes, nämlich die Kokosnuss und um eine Möglichkeit, aus Papier Halsketten und Armbänder zu basteln.

Den krönenden Abschluss des Nachmittags bildete wohl die Performance unseres Gastes Angela: sie ist eine Beatboxerin, macht also Musik ganz allein mit ihrer Stimme: sie imitiert Instrumente, Geräusche und kombiniert mehrere Sounds miteinander. Wirklich sehr beeindruckend!

Noch ein anderes besonderes Highlight waren die Freizeitaktivitäten – da begleiteten wir Angela und Joy ins Haus des Meeres, in den Zoo und auch eine Fahrt mit dem Riesenrad war am Ende der Woche noch möglich. Da waren dann auch noch Myco und Bernie dabei, die auch bei Child Alert arbeiten und durch andere Diözesen tourten. Einmal waren wir sogar Eislaufen, das war natürlich auch sehr aufregend, nachdem unsere Gäste weder Schnee noch Eis kannten… Doch sie haben sich wacker geschlagen.

Und so verging also diese tolle Woche, die sehr viele Ehrenamtliche und natürlich auch Menschen aus dem Büro getragen und durchgeführt haben. Vielen Dank an alle, die uns so tatkräftig unterstützt haben!

Weitere Fotos vom Besuch findest du im Flickr-Album …

Weitere Infos zum Projekt Child Alert findest du hier

Das war „unser“ BuLK

Zwei Mal pro Jahr gibt es einen BuLK (Abkürzung für Bundesleitungskreis); die Vollversammlung der Katholischen Jungschar Österreichs, wo über 60 Personen aus den Diözesanleitungen von ganz Österreich und Südtirol zusammenkommen um den gemeinsamen Weg der Katholischen Jungschar zu formen.

Nachdem die Austragung des BuLKs jedes Mal in die Verantwortung einer anderen Diözese gegeben wird, haben wir uns wahnsinnig gefreut, dass wir im November die Diözesanleitungen zu uns ins JUFA, in den 11. Wiener Gemeindebezirk einladen durften. Unter dem Motto „Wiener Linien“ (was z.B. die Gestaltung der Tischkarten etc. betraf)  haben wir uns ausgetauscht, gearbeitet, diskutiert und natürlich auch den Spaßfaktor nicht vergessen.


Die versammelten Diözesen, mitten am Tisch ein „Wiener Linien“ Schild 😉

Dabei möchte ich auf 3 Highlights des Wochenendes hinweisen:

Die Katholische Jungschar Österreichs hat genau wie in den Diözesen einen ehrenamtlichen Vorstand (Bundesvorstand), der im April für eine Amtszeit von 2 Jahren gewählt wurde. Im April hat sich jedoch keine Person gefunden, die den 2. Bundesvorsitz übernehmen wollte, sodass wir jetzt diesen Posten nachgewählt haben. Uns freut es besonders, dass Babsi Grüner (außerordentliches Diözesanleitungsmitglied der Katholischen Jungschar der EDW) für dieses Amt kandidiert hat und gewählt wurde. Somit ist der Bundesvorstand wieder komplett und wir wünschen der Babsi einen guten Start in ihre neue Jungschar-Aufgabe.


Die neue 2. Vorsitzende Babsi Grüner gemeinsam mit der schon im April gewählten Vorsitzenden Stephanie Schebesch-Rufund dem 3. Vorsitzenden Jakob Haijes

„Am 7.10.1938 war ein unglaubliches Ereignis für alle Menschen, die beim damaligen Rosenkranzfest im Stephansdom anwesend waren. Kardinal Innitzer hat Jugendliche und junge Erwachsene per Mundpropaganda zu diesem traditionellen Fest eingeladen und es sind zwischen 7000 und 10000 Menschen dieser Einladung gefolgt und haben sich entgegen der Nationalsozialisten im Stephansdom Messe gefeiert. Im Anschluss dazu gab es eine sehr spontane Demonstration gegen die Nationalsozialistische Regierung,…“ Ich könnte jetzt noch ewig die Geschichte von diesem beeindruckendem historischen Event erzählen, doch es ist viel viel spannender, wenn man die Eindrücke von Zeitzeug*innen, die selber vor 80 Jahren dabei waren, erzählt bekommt. So kam es, dass wir uns erst einen Vortrag über die Geschichte der Katholischen Jungschar angehört haben und dann das Privileg hatte, dass 2 Zeitzeug*innen uns von ihren Erlebnissen von diesem Tag erzählten und uns somit eine sehr persönliche und emotionale Perspektive über das Rosenkranzfest 1938 gegeben haben.


Eine Zeitzeugin im Gespräch

Zeitzeuge Otto Urban erzählt

Traditionell findet am Samstagabend der sogenannte Diözesanabend statt, wo man gemeinsam Messe feiert und im Anschluss den anderen Diözesen einen Bericht über Erfolge aber auch Schwierigkeiten gibt.

Dazu sind wir nach dem Abendessen aufgebrochen um gemeinsam mit der Jungschar in Altsimmering und unserem Weihbischof Turnovszky und unserem Jungscharseelsorger Hannes Grabner Messe zu feiern.


Auf dem Weg zum Gottesdienst durch Simmering mit unserem Kinder-und Jugendbischof Stephan Turnovszky

Nach einer sehr stimmigen Feier haben wir uns auf den Weg zum Stephansplatz gemacht um den anderen Diözesen einen Einblick in unsere Arbeit in Form eines Spiels zu geben. Dafür haben wir verschiedene öffentliche Verkehrsmittel gespielt und sind somit am Stephansplatz mit dem Fahrrad, dem Auto, dem Bus, der Straßenbahn oder der U-Bahn von Station zu Station gefahren, wo wir jeweils kurze Berichte über den Alltag der Arbeit in unserer Diözese gegeben haben.

Trotz der Kälte war es wirklich sehr lustig denStephansplatz mit „menschlichen Öffis“ zu beleben und sind dann recht bald zu einem Snack ins Warme der Kälte entflohen. Alles in allem war es ein sehr nettes aber auch anstrengendes Wochenende und wir freuen uns schon sehr auf den nächsten BuLK in Innsbruck.

Held/innen – lautlos und unbekannt: Einblicke in Projekte der DKA

Ende September starteten rund 90 Gruppenleiter/innen mit uns bei zahlreichen Workshops, Abendessen und Party am Abend ins neue Jungscharjahr. Unter dem Motto „Hawara, Held/innen und Heilige“ hatten die Teilnehmer/innen die Gelegenheit aus Workshops mit konkreten Methoden, Spielen und auch Themen, die den Jungscharalltag, wie zum Beispiel den Umgang mit Neuen Medien, betreffen, zu wählen. Den Blick über den Tellerrand wagten einige DKA-Interessierte und ergatterten ein Ticket für den Workshop „Held/innen – lautlos und unbekannt“.

Gemeinsam reisten wir in fünf verschiedene Länder auf vier Kontinenten. Philipp und mir war es ein Anliegen, die Vielfalt der Projekte, die von den Spendengeldern der Dreikönigsaktion unterstützt werden, anhand von vier sehr unterschiedlichen Projekten aufzuzeigen. Auch, dass es einzelne normale Menschen sind, die diese Projekte und Bewegungen initiieren und so zu Held/innen für die Menschen in ihrem Umfeld werden.

Erster Stopp unserer Reise war Äthiopien beim Projekt „Women for Women Social and Development Association”, bei dem das Bestärken und die Bildung von Mädchen im Mittelpunkt stehen.

Nach einem Zwischenstopp in Wien, wo die Teilnehmer/innen einen Einblick bekamen, wie ein Projekt überhaupt dazu kommt, von der DKA unterstützt zu werden, über die Kriterien, die für eine finanzielle Unterstützung notwendig sind bis hin zum Abschluss und der Evaluierung des Projekts.

Unsere Reise führte uns weiter nach Myanmar, wo im Rahmen des Projekts KNMHC Feldkliniken und Rucksack-Ärzt/innen, die oft tagelang zu Fuß unterwegs sind, um für die medizinische Versorgung in den ländlichen Gebieten der Karenni zu sorgen, sowie mit Workshops über Hygiene und Ernährung Präventionsarbeit und Aufklärung leisten. Die Karenni sind eine indigene Volksgruppe in Myanmar.

Auf den Philippinen engagieren sich die Mitarbeiter/innen des Projekts MACEC für eine umweltfreundlichere Art des Abbaus von Rohstoffen, die für elektronische Geräte notwendig sind und setzen sich so neben dem Umweltschutz auch für die Menschen, die in der Region leben und arbeiten, ein.

Zum Schluss reisten wir nach Nicaragua zum Projekt FUNARTE, bei dem Kinder aus Estelí einen Ort finden, in dem sie durch Kreativität und Kunst (Wandmalereien) sich austauschen können, gestärkt werden und sich auch dem Thema Umweltschutz widmen können.

Die Teilnehmer/innen bekamen Einblick in die Methode, mit der die Projektpartner/innen mit den Kindern arbeiten und malen. So konnten sie schließlich einer Geschichte über eine Kröte lauschen und zu zweit oder dritt ein gemeinsames Bild malen und den Workshop ausklingen lassen.

Martina Triebl

Die Jungschar und 900 Kilo Erde

Es war ein wunderschöner Frühlingstag, dieser letzte Samstag im April, am Donaukanal wimmelte es nur so von Menschen – der ideale Tag für unsere Aktion also! 900 kg Erde lagen bereit, dazu Kübel, Handschuhe, Stiefel und ein Parcours. Die Teilnehmer/innen des Welt.sichten Tages, das Team und unsere Gäste aus den Philippinen waren gerüstet: nach einem Halbtag voller Infos und Erzählungen rund um Rohstoffe, schritten wir nun zur Tat.

Rohstoffabbau führt in vielen Ländern der Erde zu Konflikten, zu sozialen und ökologischen Problemen, auch unsere Gäste aus den Philippinen von den Projekten MACEC und CorDis können davon ein Lied singen. Vor allem Großprojekte im Bergbau verschärfen solche Probleme. Unsere Projektpartner/innen haben uns Bilder von zerstörten Dörfern gezeigt, die auf Bergen standen, wo nun ein Loch ist. Menschen, die als Kleinschürfer/innen (also Menschen, die in Handarbeit kleine Teile von seltenen Erden in Minen fördern) ihren Lebensunterhalt verdienten, sehen sich nun am Ruin, weil sie mit dem industriellen Abbau nicht mithalten können.

Und wozu denn das alles? Ganz einfach: Die Menschheit braucht Handys, Computer, Waschmaschinen, Spülmaschinen, Tablets, Fernseher und all das – und in all diesen Produkten sind Rohstoffe enthalten: Zinn, Aluminium, Gold, Tantal… Der Markt für Elektronik wird immer größer und die Produkte kurzlebiger, doch die enthaltenen wertvollen Rohstoffe werden dann einfach entsorgt.

Sehr viele Menschen sind sich dieser Problematik nicht bewusst – und das wollten wir mit unserer Aktion am Donaukanal ändern. Mit Flyern, Plakaten und ganz neuem Wissen ausgestattet standen wir also am Kanal und motivierten Passant/innen uns beim Tragen der Erde über den Parcours zu helfen. Ja warum denn eigentlich 900 kg? So viel Erde wird nämlich bewegt, um die Rohstoffe für ein einziges Handy im Bergbau zu fördern! Ein ganz schön großer Haufen war das. Und erstaunlich, wie viele Menschen bereit waren mit uns in Dialog zu treten und selbst aktiv zu werden. Sie zogen sich die Gummistiefeln an, schaufelten Erde in einen großen Kübel und schleppten ihn dann über den Parcours bis zum riesigen Hochbeet, das wir so langsam anfüllten.

Was am Ende blieb, war ein Hochbeet mit Erdbeeren und viele angeregte Menschen, die nun wissen, dass die Herstellung eines Handys leider auch mit großen Probleme verbunden ist. Hoffen wir, dass sie das auch in ihrem Privatkonsum berücksichtigen und vielleicht länger mit ihren Geräten auskommen.

Gemeinsam Jungschar: Unsere Frühjahrs-Vollversammlung

Letztes Wochenende hat sich die Vollversammlung der Kath. Jungschar Österreichs und Südtirols in Zeilern in der Diözese St. Pölten getroffen. Sieben Vertreter/innen der Jungschar Wien haben sich auf den Weg gemacht und gestaunt, wie kurz diesmal die Anreise war.

Der Bundesleitungskreis (also die Vollversammlung der KJSÖ) war besonders spannend, denn es standen Wahlen des neuen Bundesvorstands an. Außerdem haben wir weiter am Strategieprozess gebastelt und ihm einen Startschuss versetzt.

Jungscharmenschen aus ganz Österreich und Südtirol: die BULK-Mitglieder.

Erstmal zu den Wahlen: Zwei Jahre waren schon vergangen, seit wir den Bundesvorstand zuletzt gewählt haben. Die Wahl war diesmal besonders aufregend, weil alle Positionen neu besetzt werden mussten – und weil es viele Kandidat/innen zur Wahl gab. Wir haben gewählt und gewählt und gewählt, und weil es so schön war, haben wir die Wahl aufgrund der Messe unterbrochen und nachher nochmal weiter gewählt. Erst den ersten, dann den dritten Vorsitz (der zweite blieb vakant), und dann natürlich noch vier weitere Mitglieder.

Wir waren erfolgreich und wir möchten dem neuen Bundesvorstand herzlich gratulieren! Die neue erste Vorsitzende der Katholischen Jungschar Österreichs ist Stephie Schebesch-Ruf aus der Diözese Graz-Seckau, den dritten Vorsitz übernimmt Jakob Haijes aus der Diözese Linz, weitere gewählte Mitglieder sind Thomas Banasik (St. Pölten), Isabella Pötzelberger (Linz), Martin Hohl (Graz) und Bianca Wieser (Innsbruck). In den kommenden zwei Jahren werden sich diese Menschen gemeinsam mit den Geschäftsführungen Sigrid Kickingereder und Jakob Wieser um die Jungschar bemühen – strategisch, finanziell, inhaltlich und personell.

Unser beiden neuen Ö-Vorsitzenden Jakob und Steffi.

Die Vollversammlung hat sich neben den spannenden Wahlen auch mit der Strategie, also mit der Ausrichtung und inhaltlichen Arbeit der Jungschar, beschäftigt. Diesmal ging es schon darum, die konkreten Maßnahmen für die nächsten zwei Jahre festzulegen. an denen wir dann weiterarbeiten werden. Das sind zum einen inhaltliche Themen, wie Kindertheologie und Ministrant/innen-Pastoral, zum anderen ganz strategische Befassungen wie die Neuordnung des Lai/innen-Apostolats in Österreich oder die sich verändernden Lebenssituationen von Kindern und Jugendlichen. Nun haben wir den Startschuss gegeben, es kann also losgehen!

Ob in der Kegelbahn oder am Tisch vorm Saal, unsere Zukunftsstrategie wird soeben feingeschliffen.

Nebenbei gab es natürlich wieder Zeit zum Austausch mit anderen Diözesen und die Diözese St. Pölten hat als Gastgeberin einen lustigen Quiz- und Werbeabend veranstaltet. Dadurch merken wir wiedermal, dass wir Teil eines großen Ganzen sind und gemeinsam wirklich viel bewegen können.

Die Freude auf den nächsten BuLK ist groß – wie immer – diesmal jedoch ganz besonders, denn im Herbst wird die Vollversammlung der KJSÖ die Erzdiözese Wien besuchen kommen. Wir sind schon ganz aufgeregt!!

Wir haben eine neue Diözesanleitung gewählt

Schnee, Eis und Kälte konnten über 40 Gruppenleiterinnen und Gruppenleitern am vergangenen Wochenende nichts anhaben, denn sie haben allen Widrigkeiten getrotzt und sich auf die Burg Wildegg begeben.

Dort fand nämlich die zweite Vollversammlung der Jungschar Wien statt. Diese tagt alle zwei Jahre und dient einerseits der Vernetzung unter den Gruppenleiter/innen und Pfarren und andererseits auch der Entscheidungsfindung. Eine der Entscheidungen die im Abstand von zwei Jahren getroffen werden muss ist, wer die ehrenamtlichen Mitglieder der Diözesanleitung sind. Und so stand auch diesmal wieder eine Wahl an.

Nachdem sich Marco Skodak nach drei Perioden, davon zwei im Vorsitzteam, entschieden hat, nicht mehr zu kandidieren sondern sich anderen Aufgaben zu widmen (Spoiler Alarm: Kaleidio 2019!), fand auch ein großer Wechsel im Team der Vorsitzenden statt. So wurden nun Kandidat/innen für alle drei Vorsitzpositionen gefunden und die Vollversammlung hat Veronika Schippani, Valentina Steigerwald und Albert Schleidt zu den ehrenamtlichen Vorsitzenden für die nächsten zwei Jahre gewählt (die noch von Kardinal Schönborn offiziell bestätigt werden müssen).

Außerdem gibt es diesmal eine ganze Reihe ehrenamtlicher Mitarbeiter/innen, die ebenfalls als gewählte Mitglieder der Diözesanleitung in den kommenden zwei Jahren die Jungschararbeit in der Erzdiözese intensiv gestalten werden. Nani Gottschamel und Te Milesi haben bereits früher Erfahrung in der Arbeit der DL gesammelt, David Pöder und Flo Spatt sind nun neu dabei.

Die neuen ehrenamtlichen Mitglieder der DL: Flo, Albert, Veronika, Nani, Te und Valentina (David fehlt am Foto).

Nähere Infos über die neugewählte DL und andere Mitarbeiter/innen gibt es übrigens auf unserer Website …

Wie eingangs erwähnt, kam aber Vernetzung und Austausch auch nicht zu kurz. So haben sich die Teilnehmer/innen der Vollversammlung Samstag intensiv mit Positionspapieren der Jungschar Österreich auseinandergesetzt und in Kamingesprächen aktuelle Herausforderungen wie den Junge Kirche Prozess, Pfarrverantwortung übernehmen und Elternarbeit thematisiert.

Nach all der Arbeit darf natürlich das gemeinsame Feiern und Spaß haben auch nicht zu kurz kommen und so wurde neben einem neuen Nachtgeländespiel, das ausprobiert wurde, auch ordentlich Party gemacht und eine sehr stimmungsvolle Messe mit unserem ehemaligen Jungschar-Seelsorger Gerald Gump gefeiert.

Hier findest du eine Fotogalerie der Vollversammlung:

Wenn die DL ins Ausland fährt..

… dann ist es wieder so weit und der BuLK findet in Südtirol statt!

Zweimal jährlich treffen sich 8 DLs der österreichischen Diözesen und die der katholischen Jungschar Südtirols mit dem Bundesvorstand und beraten über Themen, entscheiden und gestalten Projekte, die Jungschar in ganz Österreich und Südtirol betreffen. Diesmal war es wieder so weit und der BuLK fand in Ritten, hoch über Bozen statt.

Für dieses Mal haben wir schon im Herbst beschlossen, den BuLK um einen Tag zu verlängern und somit von Freitag bis inklusive Montag intensiv zu arbeiten. Der Grund dafür war nicht die unglaublich tolle Bergkulisse, in der wir tagen durften sondern, dass wir uns intensiv mit der Strategie, das heißt auch der thematischen Ausrichtung und den Schwerpunkten in unserer Arbeit, bis 2025 auseinandersetzen wollten. Ganz unbescheiden kann ich sagen, dass uns das wirklich gut gelungen ist. Wir haben in verschiedenen Kleingruppe und Gesprächsgruppen versucht herauszuarbeiten, was Jungschar für uns ausmacht, was uns eigentlich zur Jungschar gebracht hat und vor allem, was uns dazu bewogen hat, bei der Jungschar zu bleiben. Und das gute Wetter hat möglich gemacht, dass das auch immer wieder draußen passieren konnte.

Neben diesem großen Thema standen natürlich die verschiedenen Feierlichkeiten zum 70er der Jungschar auf der Tagesordnung und einige Mitglieder aus Bundesvorstand und den Diözesanleitungen anderer Diözesen haben sich schon zu unserem Fest auf der Burg angesagt.

Last but not Least kann ich euch noch berichten, dass auch wieder ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur nächsten Kindergroßveranstaltung im Juli 2019 gesetzt wurde. Eine Gesamtleitung für das zweite Kaleidio wurde eingesetzt und beginnt noch diese Woche zu arbeiten, um wieder ein unglaubliches Ferienerlebnis für hunderte Jungscharkinder und Minis aus ganz Österreich möglich zu machen!

Let’s talk about … die Entscheidung für Modell 3

Vor beinahe einem Monat schon haben wir euch an dieser Stelle darüber informiert, dass große Veränderungen auf die Jungschar der Erzdiözese Wien zukommen. Durch bevorstehende Einsparungen und andere Überlegungen im Zusammenhang mit der erfolgten Gründung der Dienststelle „Junge Kirche“ steht auch eine Strukturveränderung an. Damals haben wir euch auch die drei Modelle vorgestellt, die zur Diskussion standen und aus denen eines durch den Erzbischof – nach gründlicher Beratung im Bischofsrat – ausgewählt wurde. 

Wie ihr wisst – die „Junge Kirche“ als Dienststelle, die Jugend, Jungschar und die Seelsorge für alle Ministranten und Ministrantinnen in der Erzdiözese Wien umfasst und unterstützen soll, sind wir nicht allein und auch nicht allein die drei erwähnten Fachbereiche. In der „Jungen Kirche“ gibt es auch hauptamtliche Mitarbeiter/innen, die maßgeblich an diesem Strukturprozess (und anderen Projekten wie der neuen gemeinsamen Zeitschrift) beteiligt sind. Allen voran natürlich Simon Mödl, der Dienststellenleiter. Er leitet in dieser Funktion nicht nur die Dienststelle sondern auch die Projektgruppe mit Mitgliedern aus allen Fachbereichen, die in einer zweitägigen Klausur die vorgestellten Modelle entwickelt hat. Und er hatte auch die Aufgabe, die Modelle dem Bischofsrat vorzustellen, damit dann eine gute und fundierte Entscheidung getroffen werden konnte. 

Mittlerweile ist die Entscheidung verkündet worden – es wurde das dritte Modell. Was das für uns als Diözesanleitung und unsere Arbeit mit und für euch heißt, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten erst herausstellen bzw. zu überlegen sein. Und wir werden euch darüber natürlich am Laufenden halten. Unsere Sichtweise und Überlegungen werdet ihr also noch oft genug dazu hören und lesen. Jetzt räumen wir hier kurz das Feld und überlassen es ausnahmsweise Simon, der aus seiner Sicht über die Entscheidung berichtet.


Beständigkeit durch Wandel

Wenn man möchte, dass manches so bleibt, wie es ist, dann heißt das bisweilen auch, dass man ziemlich viel ändern muss! Wenn wir wollen, dass wir auch heute und morgen Kinder und Jugendliche mit unseren Angeboten erreichen, wenn wir ihnen auch heute und morgen Erlebnisse von Gemeinschaft, Freundschaft, Kirche und Christusbeziehung ermöglichen wollen, wenn wir auch heute und morgen den vielen ehrenamtlich Engagierten möglichst viel Unterstützung und Begleitung anbieten möchten, dann müssen wir unsere Arbeitsweise und Methoden immer wieder daran messen und neu ausrichten.

Schon 2015 ist deshalb auf diözesaner Ebene einiges in Bewegung geraten: ausgehend von der Beobachtung, dass in den Pfarren die Grenzen zwischen der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Ministrant/innen immer mehr verschwimmen, sollten auch auf organisatorischer Ebene diese Bereiche enger zusammenarbeiten. Deshalb wurde am 01.01.2016 die Dienststelle Junge Kirche gegründet.

Seit der Gründung arbeiten wir nun intensiv daran weiter, wie wir in Zukunft den veränderten Bedingungen gerecht werden können. Verschiedene Konzepte wurden erarbeitet und am Ende hat unser Erzbischof, Christoph Kardinal Schönborn eine Entscheidung getroffen. Und die sieht mit 01.01.2018 weitreichende Änderungen in unserer bisherigen Struktur und Arbeitsweise vor:

Anstelle der Struktur mit drei Fachbereichen (Kinderseelsorge/Kath. Jungschar, Jugendseelsorge/Kath. Jugend und Ministrantenseelsorge), tritt eine neue, durchlässigere und auf mehr Vernetzung angelegte Struktur. Die beiden Organisationen Kath. Jungschar und Kath. Jugend werden nicht mehr mit der Kinder- bzw. Jugendseelsorge als Ganze beauftragt, sondern können sich auf ihr eigenes Profil und ihre Themen konzentrieren. Die Junge Kirche stärkt ihr Profil als Servicestelle der EDW für Kinder-, Jugend- und Ministrantenseelsorge. Deshalb gibt es Themenbereiche, die in Zukunft fest verankert werden (etwa „Musik & Liturgie“, „Sakramentenpastoral“ und andere). So sollen auch noch mehr Gruppen und Initiativen erreicht und unterstützt werden, die uns bisher noch nicht als ihre Servicestelle wahrnehmen.

Eine der größten Veränderungen stellen die zukünftigen Aufgaben der derzeitigen Jugendleiter/innen dar. Diese rund 20 Mitarbeiter/innen der Jungen Kirche, die verteilt über das ganze Diözesangebiet derzeit „nur“ für die Kath. Jugend und Jugendseelsorge im Einsatz sind, werden sich in Zukunft auch um die Kinder- und Ministrantenseelsorge in der ganzen Erzdiözese kümmern. Das bedeutet für die Gruppenleiter/innen und Pfarrverantwortlichen vor allem: wir sind in Zukunft noch näher an euch dran und können euch so hoffentlich noch besser unterstützen! Aber auch im Büro am Stephansplatz werdet ihr natürlich weiterhin Ansprechpartner/innen für eure ganz spezifischen Anfragen in Sachen Jungschar finden!

Auch in Zukunft werden wir darauf achten, dass viel Raum für ehrenamtliche Teams und die Beteiligung bzw. Mitarbeit an ganz unterschiedlichen Projekten gegeben sein wird. Zwar bedeuten die Einsparungen, die wir in den kommenden Jahren werden vornehmen müssen auch, dass manches Vertraute nicht mehr oder nur mehr in veränderter Form möglich sein wird. Aber vor allem bedeuten die neue Struktur und die neuen Formen der Zusammenarbeit, dass auch Platz wird für Neues! Wir freuen uns auch in Zukunft auf eure Unterstützung und euer tatkräftiges Engagement. Denn eines ist trotz aller Veränderungen sicher: ohne die vielen vielen ehrenamtlichen Gruppenleiter/innen, Mitarbeiter/innen, Pfarrverantwortlichen usw. usw. geht in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit in unserer Erzdiözese gar nichts!

Simon Mödl – Dienststellenleiter Junge Kirche der Erzdiözese Wien

Alea iacta est – Der Würfel ist gefallen

Schon seit mehr als zwei Jahren gibt es in der Erzdiözese Wien die Überlegungen, im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit strukturell einiges zu ändern. Uns hat das schon viel Zeit und Nerven gekostet, aber wir wollten euch damit auch nicht belangen, weil vieles davon für die Jungschararbeit in den Pfarren nicht relevant war.

Nun ist es aber so, dass nach vielen Überlegungen Ende Dezember vom Bischofsrat eine Entscheidung getroffen wurde, die uns am 19.Jänner verkündet wird. Wir wollen euch das deswegen ankündigen, weil es mehrere Varianten gibt, wie die Arbeit der gewählten Jungschar-Diözesanleitung und des Büros aussehen könnte. Und die Umstellungen durchaus auch Einfluss auf unser Service für euch haben können.

Bisher war es so, dass die gewählte Jungschar-Diözesanleitung gemeinsam mit den fünf Bildungsreferent/innen im Jungscharbüro alles was Jungschararbeit und auch viele andere Bereiche der Kinderseelsorge betrifft, entschieden und gemeinsam umgesetzt hat.

Nun wurde auf Wunsch des Bischofsrates mit Anfang 2016 die „Junge Kirche“ gegründet, ein Dach für Jungschar, Jugend und Ministrantenseelsorge, die für alle Ministrantinnen und Ministranten in der Erzdiözese Wien zuständig ist. Bis jetzt wurde immer wieder viel diskutiert wie hier eine Zusammenarbeit aussehen kann. Doch im Herbst wurden nun drei Modell ausgearbeitet wovon Ende Dezember eines im Bischofsrat beschlossen wurde. Wie es bei Asterix heißt: Alea iacta est – Der Würfel ist gefallen.

Folgende drei Modelle gibt es:

Eines, das in erster Linie eine Zusammenarbeit im organisatorischen Bereich zwischen Jungschar, Jugend und der Seelsorge für alle Ministrantinnen und Ministranten vorsieht. Also in erster Linie ein gemeinsames Sekretariat und die drei Bereiche entscheiden weitgehend selbst, was sie inhaltlich tun.

Ein zweites, das zusätzlich eine verstärkte inhaltliche Verschränkung bei den Hauptamtlichen vorsieht. Das heißt es gibt für verschiedene Themen wie z.B. Sakramentenpastoral (Erstkommunion, Firmung,…) Personen, die für alle drei Bereiche arbeiten.

Und ein drittes, das der mit Beginn 2016 errichteten, hauptamtlich geleiteten Dienststelle „Junge Kirche“ zusätzlich zur Zuständigkeit für die Kinder- und Jugendpastoral in der Erzdiözese Wien auch andere Schwerpunkte wie Jüngerschaft, Liturgie & Musik, Sakramentenpastoral usw. zuordnet. Die Jungschar würde in diesem Modell auf die ehrenamtliche Diözesanleitung unterstützt von 1-2 hauptamtlichen Bildungsreferent/innen und ihren „Bewegungscharakter“ reduziert. Inhaltlich heißt das für die Jungschar, dass wir nur mehr für Jungscharkinder und -gruppenleiter/innen zuständig sind.

Die Entscheidung darüber wird der Generalvikar am 19.Jänner verkünden und wir werden euch natürlich darüber informieren. Nachdem unabhängig von den drei Modellen das Personal und der Sachkostenzuschuss um 30% reduziert werden müssen, werden alle Modelle Veränderungen für uns bedeuten. Vor allem werden wir eine stärkere ehrenamtliche Unterstützung benötigen, weil Vieles, das bisher vom Büro getan wurde, nun nur mehr ehrenamtlich möglich ist.

Aber wir hoffen, dass ihr uns dabei unterstützen werdet!

Der Jahresbericht 2014/15 ist da!

Viele haben dieser Tage endlich den Jahresbericht 2014/15 in ihrem Briefkasten gefunden. Und es vielleicht auch ein wenig merkwürdig gefunden, warum denn Ende des Jahres 2016 erst der Jahresbericht für 2014/15 erscheint. Hier ein paar Hinweise warum es solange gedauert hat und wir uns trotzdem freuen, dass er endlich da ist:

Erstens stehen viele spannende Dinge drinnen die nicht unaktuell sind (2017 kommt ja z.B die nächste Vollversammlung und 2019 das nächste Kaleidio) oder so noch nirgends veröffentlicht wurden (wie die Jungscharstudie 2014). Und wir haben uns sehr bemüht diese viele Infos knapp und interessant zusammenzuschreiben.

Aber seit dem Start ist leider vieles dazwischen gekommen. Unter anderem sind wir von der Kategorialen Seelsorge in den Bereich der Junge Kirche gewechselt was viel zusätzliche Arbeit, viele zusätzliche Sitzungen u.a bedeutet hat. Und die Arbeit am Jahresbericht dann sehe schnell in den Hintergrund gerückt ist.

Und als wir in diesem Sommer alles fertig hatten, hat es dann zwei rasche Wechsel im Jungscharbüro gegeben in deren Folge der Jahresbericht dann wieder aus dem Fokus verschwunden ist. Erst die Nachfrage eines Kollegen im November „Wo ist denn eigentlich der Jahresbericht?“ hat uns wieder auf die richtige Spur und das lange schon fertige Dokument in die Druckerei gebracht.

Jetzt ist er endlich gedruckt und wir hoffen, dass ihr viel Spaß beim Lesen habt. Entweder auf Papier oder gleich hier online: