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Mit Beat und Bild durch die Erzdiözese

Angela und Joy vom Projekt Child Alert tourten durch die Erzdiözese Wien

Unsere Freude war groß, als wir Angela und Joy, unsere beiden Gäste aus den Philippinen, endlich am Bahnhof abholen konnten. Nach zwei langen Wochen in Salzburg und St. Pölten, sind sie endlich nach Wien zurückgekehrt. Müde waren die beiden schon, aber auch noch sehr motiviert, begeistert und entspannt.

Mit unseren Gästen im Riesenrad

Jedes Jahr kommen Gäste von einem Partner/innen-Projekt der Jungschar/Dreikönigsaktion nach Österreich, um ihr Projekt und auch ihr Land an Schulen und Pfarren vorzustellen. Dafür wird jedes Jahr ein anderes Land und ein anderes Projekt ausgewählt, auf das ein inhaltlicher Fokus bei der jeweiligen Aktion gelegt wird. Uns geht es darum, dass wir auch in Österreich bekannt machen, wie vielfältig, nachhaltig und zukunftsträchtig die Projekte sind, die die Jungschar fördert. Die Kinder sollen auch die Möglichkeit bekommen, andere Lebensrealitäten kennenzulernen und auch ein paar Gesichter hinter all diesen Worten sehen.

Der erste Abend mit unseren Gästen war sehr ruhig, sie konnten sich mal ein bisschen in Wien einfinden. Doch gleich am nächsten Tag starteten die beiden dann wieder durch. Bei Besuchen in Schulen und Pfarren haben Joy und Angela von den Philippinen, der aktuellen Situation dort, den Menschen und der Kultur, sowie natürlich von ihrem Projekt Child Alert erzählt.

Child Alert Mindanao arbeitet mit Kindern und Jugendlichen zum Thema Gewalt und Kinderrechte. Das Projekt baut stark darauf, Jugendliche selbst zu Akteuren/innen zu machen, sodass sie selbst gegen unterschiedliche Formen der Gewalt und für ihrem eigenen Schutz eintreten können.

Child Alert macht Kinder stark! Kinderrechte, Schutz von Kindern und Eröffnung von Chancen – das sind die großen Themen, die Child Alert in seiner Arbeit ins Zentrum stellt. In benachteiligten Vierteln von Davao City, einer Großstadt im Süden der Philippinen, gibt es viele Kinder, die arbeiten müssen, viele, die auf sich allein gestellt sind und viele, die Gewalt ausgesetzt sind. Child Alert will durch Workshops, Theater-, Kunst- und Kreativwerkstätten Kindern einen Ort geben, wo sie geschützt sind, wo sie ihre Rechte kennenlernen, wo sie sein können. Sie werden zu Multiplikator/innen ausgebildet, die diesen Gedanken dann weiter durchs Viertel tragen sollen. Durch Lobbyarbeit sollen Kinderrechte und der Schutz von Kindern auch auf politischer Ebene stärker in den Blick genommen werden, um bessere Rahmenbedingungen für Kinder und Jugendliche schaffen zu können.

Basteln mit der Kokosnuss

Neben ganz „gewöhnlichen“ Besuchen gab es am Samstag, den 1. Dezember einen Workshopnachmittag – ein offener Nachmittag für alle Interessierten. Neben dem Programm der Projektpartnerinnen, gab es drei Stationen, die die Kinder und auch die großen Kinder besuchen konnten. Da ging es um die Landschaft der Philippinen, um eines der wichtigen Produkte des Landes, nämlich die Kokosnuss und um eine Möglichkeit, aus Papier Halsketten und Armbänder zu basteln.

Den krönenden Abschluss des Nachmittags bildete wohl die Performance unseres Gastes Angela: sie ist eine Beatboxerin, macht also Musik ganz allein mit ihrer Stimme: sie imitiert Instrumente, Geräusche und kombiniert mehrere Sounds miteinander. Wirklich sehr beeindruckend!

Noch ein anderes besonderes Highlight waren die Freizeitaktivitäten – da begleiteten wir Angela und Joy ins Haus des Meeres, in den Zoo und auch eine Fahrt mit dem Riesenrad war am Ende der Woche noch möglich. Da waren dann auch noch Myco und Bernie dabei, die auch bei Child Alert arbeiten und durch andere Diözesen tourten. Einmal waren wir sogar Eislaufen, das war natürlich auch sehr aufregend, nachdem unsere Gäste weder Schnee noch Eis kannten… Doch sie haben sich wacker geschlagen.

Und so verging also diese tolle Woche, die sehr viele Ehrenamtliche und natürlich auch Menschen aus dem Büro getragen und durchgeführt haben. Vielen Dank an alle, die uns so tatkräftig unterstützt haben!

Weitere Fotos vom Besuch findest du im Flickr-Album …

Weitere Infos zum Projekt Child Alert findest du hier

Die Sternsingeraktion kündigt sich an

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Heuer feiert die Katholischen Jungschar ein besonderes Jubiläum, denn die  Sternsingeraktion findet zum bereits 60. Mal statt! Im Winter 1954/55 gingen zum ersten Mal Sternsinger/innen der Jungschar verkleidet als „Heilige Drei Könige“ von Haus zu Haus um Spenden für Projekte in Ländern des Südens zu sammeln und den Menschen in Österreich den Weihnachtssegen zu bringen.

Die Sternsingeraktion ist immer auch ein großer logistischer Aufwand: Es gilt Materialien zu produzieren und diese an die Pfarren weiterzugeben, es gilt Medienanfragen zu bearbeiten und Gruppen aufzustellen, die bei eben solchen oder auch bei Prominenten zu Sternsingerbesuchen vorbeikommen.

Um die zahlreichen Anfragen von Radios, Zeitungen und Co. bearbeiten zu können und hierfür (manchmal auch sehr kurzfristig) Gruppen zu suchen, die während des Aktionszeitraums auf Promi- und Medientouren gehen, haben wir für diese Wochen eine zusätzliche Mitarbeiterin, Marianne Seiser.

Sie arbeitet schon seit längerem im DKA-Arbeitskreis, dem diözesanen DKA-Team mit, und kennt die Sternsingeraktion, auch aus ihrer Jungschar in der Pfarre Rossau, im neunten Bezirk, gut.

Wer aufgeweckte Kinder in schönen Gewändern hat, die (einigermaßen) gut singen könnnen und über den Spendenzweck Bescheid wissen und gerne mit einer Sternsingergruppe beim so genannten Promi- und Mediensternsingen dabei wäre, kann sich bei Marianne unter kommunikation.wien@jungschar.at melden.

 

Sternsinger/innen alternativ schminken

Im letzten kumquat und im kumquat sternsingen war ein Artikel, zum Thema „Sind geschminkte Sternsinger/innen noch zeitgemäß?“ Nachdem ich mich als Sternsingerin immer gerne geschminkt habe und auch meine Tochter schminken liebt, haben wir ausprobiert, wie das mit Alternativen zum Hautfarben schminken abseits von Bärten funktionieren könnte.

Wir hatten zwar einige technische Schwierigkeiten zu überwinden (beschaffen einer Krone, die schön genug ist, ein streikender Blitz,…) und ich wieder mal die Erkenntnis, dass ich wohl nicht in die Kategorie „begnadete Schminkerin“ falle 😉

Die Ergebnisse unseres Experiments seht am Ende des Beitrags. Und das Beste daran: So bekommt ihr das auch hin! Viel Spaß beim Nachmachen und mit den Kindern weitere Ideen entwickeln!

Bibellesen in Zeiten des Klimawandels

© Tauchner

Kann die Bibel Antworten geben auf Fragen wie: Wie gehen wir als Christ/innen mit dem Klimawandel um? Welche Handlungsperspektiven haben wir? Das versuchten vergangenes Wochenende rund 30 Teilnehmer/innen beim Workshop „Damit sie das Leben haben“ im Bildungshaus St. Gabriel.

Angeleitet wurden wir dabei von Mercedes de Budalles Díez und Ildo Bohn Gass, Befreiungstheolog/innen vom ökumenischen Bibelteam von CEBI (Centro Biblico) aus Brasilien. Die beiden sind auf Einladung der Dreikönigsaktion, dem Hilfswerk der Katholischen Jungschar, in Österreich. Als langjährige Projektpartner wollten sie uns „etwas zurückgeben“.

So konnten wir die Methode des kontextuellen Bibellesens nicht nur kennenlernen, sondern gleich anhand verschiedener Bibelstellen und Fragestellungen ausprobieren. Wir setzten uns z.B. mit der Schöpfungsgeschichte und der Emmausgeschichte auseinander. Zentral dabei ist das gemeinsame Lesen der Bibel und die Einbeziehung unseres Alltags, aber auch eine kritische Auseinandersetzung mit dem Text und seinen Deutungen. So kann die Bibel immer wieder neue Antworten und Hilfestellungen für unser Leben bieten.

Mehr Fotos und einen weiteren Bericht gibt es auf der Seite der Steyler Missionare.

Passend dazu sprach heute Veronika Prüller-Jagenteufel in einem Interview zu den Reformplänen in der Erzdiözese Wien vom Vorbild der kleinen christliche Gemeinschaften im Süden für die Reform der Erzdiözese Wien: „In diesen kirchlichen Basisgemeinschaften kommen Menschen zusammen, die ihr Christsein aktiv leben wollen, die miteinander die Bibel lesen – „Bibel-Teilen“ ist ein sehr passender Ausdruck dafür – und einander dabei unterstützen, das Wort Gottes auf ihr konkretes Leben anzuwenden.“ (Das ganze Interview gibt es hier…)

Nicht nur unter diesem Aspekt war das Wochenende eine gute Vorbereitung für die Zukunft!

Anmeldung für den LernEinsatz 2013 beginnt

Gestern hat die DKA die Informationen für den Lerneinsatz 2013 online gestellt. Lerneinsatz heißt, das eine interessierte Gruppe von Menschen ein paar Wochen in ein Land unserer Projektpartner/innen fährt und dort die Menschen, das Leben und vieles mehr kennenlernt. Diesmal geht es nach Brasilien, Ghana und auf die Philippinen. Mindestalter ist 20 Jahre.

Extra dafür haben wir auf unserer neuen Homepage die Lerneinsatzberichte der letzten Jahre online gestellt. Vielleicht bekommt ja jemand beim Lesen Lust darauf  selbst zu fahren ….

In 25 Minuten in St.Pölten …

… ist man ab 9. Dezember mit dem Zug, wenn der neue Wienerwaldtunnel in Betrieb ist. Für die Jungschar ist das jetzt nicht wahnsinnig wichtig, aber vielleicht für eine Person die in St.Pölten arbeiten will.

Denn die Jungschar St.Pölten sucht gerade eine Referent/in für die Dreikönigsaktion (Bereich Sternsingeraktion/Finanzen, 20 Wochenstunden). Da können sich natürlich auch Menschen bewerben, die nicht in St.Pölten wohnen, aber gerne regelmäßig dorthin pendeln.

25 Minuten vom Westbahnhof sind jetzt wirklich nicht viel und das St. Pöltner Jungscharbüro liegt gleich beim Bahnhof. Die genaue Ausschreibung findet ihr hier …

Gegen die Abschaffung des Studium „Internationale Entwicklung“

Leider viel zu selten äußern wir uns als Jungschar in der Öffentlichkeit. Jetzt war es wieder einmal soweit und wir haben die Einsparungsmaßnahmen beim Studium „Internationale Entwicklung“ kritisiert. Für manche wird sich die Frage stellen, was denn das mit der Jungschar zu tun hat.

Unsere Antwort: Sehr viel. Denn viele Jungschargruppenleiter/innen haben über ihr
entwicklungspolitisches Engagement im Rahmen der Sternsingeraktion entdeckt, dass diese Themen nicht nur eine periphere Bedeutung haben, sondern dass sie auch ihre berufliche Zukunft in diese Richtung entwickeln können. Dabei hat das Studium der internationalen Entwicklung eine zentrale Bedeutung für sie gewonnen. Daher betrifft die Einsparung auch viele StudentInnen im Umfeld der Jungschar.

Den genauen Text unserer Presseaussendung findet ihr auf ots.at.

Ergebnis der Sternsinger/innenaktion 2012

Das Ergebnis der diesjährigen Sternsinger/innenaktion ist da. Wir haben österreichweit 15,3 Millionen Euro gesammet , das ist ein Plus von 3,9 Prozent.

In Wien war die Steigerung sogar noch höher. Wir haben 2.285.898,47 Euro gesammelt, das sind um 137.292,41 Euro oder 6,39% mehr als im Jahr 2011.

Die einzelnen Pfarrergebnisse findet ihr wie immer auf unserer Homepage.

Die I-Gremien

Der März ist traditionell von vielen Sitzungen auf Ebene der Jungschar Österreichs geprägt, wo immer eine oder mehrere Personen von uns hinfahren.

Zwei wichtige Gremien beginnen mit I. Das IDF und das IDK. Das IDF heißt ausgeschrieben Interdiözesanes Forum und ist jenes Gremium, wo die meisten inhaltlichen Themen (pädagogische, religiös und gesellschaftspolitisch) der Jungschar diskutiert und erarbeitet werden. Hier treffen sich Vertreter/innen von JS-Diözesanleitungen aus (fast) allen Diözesen (irgendwer fehlt immer) und Vertreter/innen der Österreichebene bzw. des Ö-Büros. Das IDF dauert 2-3 Tage und ist voll gestopft mit inhaltlichen Themen. Für uns fährt Kathi Bereis jedes Mal hin.

Ein Ausschnitt aus den aktuellen Themen:

  • Weltgebetstag für Kinder (März 2012)
  • Ostergrußkarterl 2012
  • Studientag Migration
  • Freiwilligengesetz
  • Faltblatt: „Der Nikolaus kommt!“
  • Strategie 2012-2017
  • Vom Fußballturnier zum Ballfest
  • Austauschrunde zum Thema Angst
  • Positionspapier kindgerechte Information
  • Kampagne Kinderlärm
  • Kinderrechteaktion 2012
  • Konzept Politiker/innen-Gespräche
  • Austauschrunde Elternarbeit
  • usw…

Das heißt nicht nur viel Diskussion vor Ort, sondern auch viel Vorbereitungsarbeit für uns, weil wir ja gemeinsam als JS-Diözesanleitung dort eine Position zu den verschiedenen Punkten vertreten wollen.

Das zweite Gremium, das IDK heißt ausgeschrieben „Interdiözesanes Komitee„. Auch wenn es so ähnlich klingt wie das IDF passiert hier etwas ganz anderes. Hier werden nämlich die wichtigen Beschlüsse zu aktuellen Themen und Projekten der Dreikönigsaktion gefasst. Auch hier kommen wieder die Vertreter/innen aus den Diözesen zusammen, unterstützt werden sie von Refererent/innen der Dreikönigsaktion. Von uns ist Conni Barger dabei, teilweise auch Clemens Huber. Das IDK dauert sogar 4 Tage, weil natürlich viel Zeit darauf aufgewendet wir zu entscheiden, welche Projekte mit dem gesammelten Geld der Sternsinger/innen unterstützt werden sollen. Aber daneben gibt es auch noch viel zu diskutieren z.B.:

  • Sternsingeraktion 2012 (Stimmungsbild, Öffentlichkeitsarbeit)
  • Geschminkte Kinder
  • Festlegungen für Sternsingeraktion 2013 (Grafische Linie, Unterlagenraster, Zeitplan)
  • Reflexion Projektpartner/innen-Besuch Herbst/Winter 2011
  • SüdnachNord Lerneinsatz 2013
  • Grundlagenpapier Bildung durch Bewusstseinsbildung
  • Bericht Projektarbeit 2011
  • Überblick aktueller Stand Projekt- und Programmpolitik
  • Konzept für Internationale Projekt- und Programmarbeit und modellhafte Präsentation einer Länderstrategie
  • usw…

Viel zu tun zu Jahresbeginn

Das neue Jahr beginnt bei uns genauso hektisch wie das alte geendet hat, mit der Sternsinger/innenaktion. Jetzt werden zwar keine Materialien mehr abgeholt, dafür gibt es jetzt viele Medientermine und auch viele Promisternsingergruppen, die koordiniert werden müssen. Weil das so viel Arbeit ist haben wir für diese Zeit sogar eine Person zusätzlich angestellt.

Wenn ihr übrigens auch einmal mit eurer Gruppe zu prominenten Menschen Sternsingen gehen wollt, dann müsst ihr euch bei uns im Jungscharbüro rechtzeitig melden (im Herbst). Hier gibt es einige Fotos von den Promibesuchen:

Nach dem 6. Jänner ist es übrigens noch lange nicht aus. Denn dann müssen wir die Kinderkinos und den DKA-Cocktail durchführen und anschließend beginnen wir eure vielen Ergebnisse aus den Pfarren zu registrieren und jene zu mahnen, die ihr Ergebnis nicht rechtzeitig eingezahlt haben.