Marcos Besuch in Indien

Als ich begann meine private Reise nach Indien zu planen kam mir relativ schnell in den Sinn auch ProjektpartnerInnen der DKA in Indien zu besuchen. Manchmal kann es auch Vorteile haben Vorsitzender der Jungschar zu sein und nur einige Mails mit der DKA-Verantwortlichen für Nordindien später hatte ich einen Kontakt.

Am 10.02 durfte ich mich also mit einigen VertreterInnen der Thoughtshop Foundation und ihres Projektes im südlichen Kolkata treffen. Nach kürzer Zeit war klar, ihre Arbeitsweise ist der der Jungschar sehr ähnlich, auch wenn sie noch andere Probleme zu bewältigen haben. Vor mir saßen um die 20 „Teamleader“ zwischen 18 und 30 welche in sogenannten Youth Ressource Cells mit Kindergruppen arbeiten.

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Wie bei uns versuchen also Jugendliche einen angenehmen und sicheren Rückzugsort für Kinder bereit zu stellen in dem sich diese frei austauschen können und mit ihren Problemen ernst genommen werden. Die Treffen sind wöchentlich für zwei bis drei Stunden mit bis zu 25 Kindern zwischen 10 und 16 die ähnlich wie in unseren Gruppenstunden wird sich spielerisch einem Thema genähert, gleich wurden mir dabei Kartenspiele und Würfel gezeigt mit denen zum Thema Gewalt, Kinderheirat oder Genderstereotypen gearbeitet wird. Beispiele dieser Spiele könnt ihr auf der Homepage der Organisation sehen und downloaden. Klickt dafür einfach hier …

Als ich in dem Gespräch gefragt wurde was wir in unserem Land denn gegen Kinderarbeit und Kinderhandel tun würden, als wäre die Existenz dieser Dinge selbstverständlich war ich schon froh darüber berichten zu können, dass es diese Probleme bei uns so gut wie nicht mehr gibt. Doch beim Thema physischer und psychischer Gewalt konnte ich ein bisschen etwas über die Kampagnen von vor 30 Jahren zum Thema Gewaltverbot und unserem derzeitigem Thema der Angst berichten.

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Spannend war auch das Thema der Arbeit mit Eltern und das oft das bisschen Kontakt mit diesen um einiges anstrengender sein kann als tagelang mit Kindern zu arbeiten. Bei der Beantwortung einer Frage dazu wurde mir erst bewusst das es manchmal auch ein großer Vorteil sein kann Teil einer großen und bekannten Organisation zu sein in der viele der Eltern schon selber waren und so eine gute Vorstellung und ein gutes Bild davon haben.

Es war für mich ein toller Besuch und ich habe den Austausch wirklich genossen, hier hat einfach der selbe Geist und das selbe Engagement wie in der Jungschar geherrscht. Der klare Fokus auf die Verbesserung des Lebens dieser Kinder und Jugendlichen hat mir dabei stark zu denken gegeben und kann vielleicht auch für uns in der Jungschar als Anreiz dienen viel Energie in die Lobbyarbeit zu stecken denn auch in Österreich ist noch nicht alles perfekt für Kinder.

Schöne Grüße aus Indien =)
Marco
(Vorsitzender Jungschar der EDW)

Neues Jahr – Neue Dienststelle: Junge Kirche

Seit Anfang Jänner gibt es in der Erzdiözese Wien eine neue Dienststelle – die „Junge Kirche“. Wir sind als Jungschar der Erzdiözese Wien gemeinsam mit der Katholischen Jugend und der Ministrant/innenseelsorge dieser neuen Dienststelle zugeordnet.

Als Jungschar der Erzdiözese Wien sind wir (auch) Teil des Gesamtsystems der Erzdiözese Wien und damit einer „höheren Dienstelle“ zugeordnet. Von 1947 bis 2004 war das die „Katholische Aktion“ (kurz: KA) und von 2004 bis Ende 2015 die „Kategoriale Seelsorge“ (kurz: KTS).

Obwohl wir der KA schon seit 2004 nicht mehr in Hinblick auf Personal- und Finanzentscheidungen zugeordnet sind, sind wir trotzdem (vor allem weil in der KA viele andere Organisationen mit ehrenamtlich gewählten Diözesanleitungen vertreten sind) weiterhin ein KA-Mitglied und nehmen an Sitzungen und Vernetzungen teil.

Aufgrund verschiedenster Gründe (u.a. die Einsparungsziele der Erzdiözese*) wurden wir Ende 2014 darüber informiert, dass in der Erzdiözese Wien eine neue Dienststelle errichtet werden sollte, in der Katholische Jungschar, Katholische Jugend und Ministrant/innenseelsorge vereint werden sollten. Im Jahr 2015 hat es dann einen (nicht sehr einfachen) Prozess gegeben, wo wir gemeinsam mit Jugend und Ministrant/innen geschaut haben, wie diese Dienststelle „Junge Kirche“ aussehen kann.

In manchen Bereichen haben wir Gemeinsamkeiten gefunden, in einigen sind Unterschiede sichtbar geworden. Und so wird es dieses Jahr einen nächsten Prozess geben, um die „Junge Kirche“ (weiter) zu entwickeln.

Wir sehen der neuen Dienststelle positiv entgegen und hoffen, dass wir die Dienststelle so gestalten können, dass die Menschen, die sich auf Pfarrebene engagieren, möglichst gut unterstützt werden!

* Bis 2021 sollen wir 30% unseres Personals und unseres Sachbudgets einsparen. Eine erste Einsparung hat es schon gegeben, unsere Organisationssekretärin hat nämlich seit Oktober nur mehr 20 statt 40 Stunden. Und sie ist in Zukunft auch direkt dem Bereich der Jungen Kirche zugeordnet.

Spezielle Weihnachtskarten

Jedes Jahr überlegen wir, welche Weihnachtskarten wir unseren Mitarbeiter/innen schicken. Schon vorm Sommer wird überlegt, wer diese Weihnachtskarten für uns produzieren kann.

Heuer haben wir uns dazu entschlossen, sie von I-CARD, einem nordostindischen Projektpartner der Dreikönigsaktion, gestalten und produzieren zu lassen. I-CARD ist das Beispielprojekt der Sternsingeraktion 2016. Zwei Mitarbeiter/innen waren vor zwei Wochen in unserer Diözese, um ihr Projekt vorzustellen – darüber hat Moni im letzten Blogeintrag geschrieben.

Das Ergebnis war durchaus überraschend – eine Weihnachtskarte im Bollywood-Style!

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Wir waren nicht ganz sicher, ob wir sie so verwenden können. Sind doch Weihnachtskarten hier bei uns weniger poppig…Wir haben uns dann dazu entschlossen, sie zu verwenden, schließlich haben recht viele Menschen daran gearbeitet – Father Thomas, der Leiter von I-Card, hat uns Fotos geschickt, die wir euch nicht vorenthalten wollen… und warum denn nicht mal etwas andere Weihnachtskarten verwenden?!

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Nachdem die Karten dann aber bei uns im Büro waren, waren wir von der Qualität nicht sehr überzeugt. Die Karten wurden beim Falten kaputt. Auch Father Thomas war dieser Meinung und schrieb uns: „Absolutely sorry for the delay in supplying Christmas Cards. We had to redo the entire set of cards as the first ones we made did not appear good to my satisfaction.“

Schlussendlich haben wir neue Karten bekommen. In einem etwas anderen Layout und in viel besserer Ausführung. Die verwenden wir jetzt.

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Und mittlerweile sind die Projektpartner/innen auch von ihrem Österreich-Besuch wieder zurück. Und Father Thomas schreibt:

„Dear Bettina,
Greetings to you and thanks for everything. Our I-CARD team reached back this morning. we spent the whole day discussing with them and learning from their experiences. In the evening we saw their pictures. It was a wonderful experinece, both for them, and for all our I-CARD family. We all felt we traveled with them to Europe and returned.
Once again, thanks for all your help, and encouragement. You have made us proud
Fr. Thomas“

Ein Projektpartner/innenbesuch kann teuer werden…

Der Projektpartner/innen-Besuch 2015 begann für unsere Gäste gleich sehr turbulent: Der Lufthansa-Streik machte alle guten Pläne zunichte und sorgte dafür, dass unsere acht Gäste nicht gemeinsam in Europa landeten, sondern in verschiedenen Flugzeugen – und in verschiedenen Staaten. Die Hälfte landete in der Schweiz und die andere Gruppe mit unseren beiden Gästen Gayetri und Puspa verbrachte einige Stunden auf dem Pariser Flughafen. In weiser Voraussicht hatten sie nicht nur Rupien, sondern auch 90 Euro dabei, um in der langen Wartezeit etwas gegen den Hunger und Durst kaufen zu können. So gerüstet machten sich die vier auf, um sich in einem Restaurant am Flughafen an einem Kaffee und einer Kleinigkeit zu Essen zu laben. Doch es erwartete sie eine böse Überraschung: Die hierzu befragte Kellnerin antwortete auf die Frage „How much is a coffee?“ mit „two-ten“. Auch auf die bereits etwas beunruhigte Rückfrage „A Coffee is really 210 (twohundredandten) Euros?“ erfolgte lediglich die mürrische Antwort „Yes, two-ten“ und die Kellnerin eilte von dannen. Als dann auch noch das Mineralwasser 190 Euro kostete, waren unsere indischen Gäste endgültig vom Preisniveau in Europa schockiert – und hungerten und dürsteten bis zum Abflug. Erst in der Luft erlöste sie ein freundlicher Steward, der sie mit reichlich Wasser versorgte…

Diese Anekdote erzählten uns Puspa und Gayetri am ersten gemeinsamen Abend in Wien. Und ab dem Zeitpunkt wurde es immer teurer: Wenn wir uns einen Tanz am Ende des Programms wünschten, wurden uns 100 Euro verrechnet (oder 50, wenn man nur mit einem Auge hinsieht).

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Ein Lied kostete 200 Euro und der Preis für die Namen der besuchten Kinder auf Assamesisch wurde auf 400 Euro für 20 Namen angesetzt.

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Dafür kalkulierten wir dann aber auch 5 Euro pro Minute fürs zu spät Kommen und das Vergessen des Laptops wurde aufgrund des dadurch dramatisch erhöhten Stresspegels mit 500 Euro verbucht.

Am letzten Abend – nach unserer 575km langen Reise durch die Diözese, nach 12 tollen Besuchen und über 690 begeisterten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen – wurde dann gemeinsam abgerechnet. Glücklicherweise einigten wir uns schließlich darauf, unsere gegenseitigen Schulden in Kaffee zu bezahlen: einen Kaffee pro 210 Euro. Denn wie wir ja jetzt wissen, ist das der Preis für einen Kaffee…

Wie ihr also seht, kann ein Projektpartner/innenbesuch seeehr teuer werden, egal ob man in Euro oder in Kaffee bezahlt. Aber das Gute ist und das weiß ich nach dieser genialen Woche ganz genau: ES ZAHLT SICH AUS! 🙂

Auf BuLk!

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Letztes Wochenende sind wir – Marco, Veronika, Mia, Moni, Johanna, Nani und ich – nach Leibnitz gefahren, um von Freitag bis Sonntag am Bundesleitungskreis der Katholischen Jungschar Österreich (kurz: BuLk) in Seggauberg teilzunehmen.

Der BuLk ist immer ein besonderes Ereignis! Jungschar-Vertreter/innen aus allen Diözesen treffen sich, um zu reflektieren, Meinungen auszutauschen und Beschlüsse zu fassen. Da kann es manchmal ganz schön heiß her gehen. Deswegen haben wir auf diesem BuLk probiert, die Methode der Gewaltfreien Kommunikation anzuwenden, um in hitzigen Diskussionen zu Wort und auf den Punkt zu kommen, ohne andere zu überfahren. Mehr Infos zur Gewaltfreien Kommunikation findest du auf unserer Homepage.

Themen des heurigen Herbst BuLks waren unter anderem:

• Die nächsten Kindergroßveranstaltung. Wir waren vom Kaleido so begeistert, dass wir wieder eine Großveranstaltung machen wollen, voraussichtlich im Jahr 2018. Genaueres wird in den nächsten Monaten geklärt. Wenn du uns dabei unterstützen willst, kannst du dich jetzt schon bei uns melden!
• Ein Input zum Thema Fundraising: Wir haben uns ausführlich damit beschäftigt, was das genau sein kann und ob wir das im Bereich der DKA anwenden wollen. Ergebnis gibt es aber noch keines.
• Überlegungen wie man den Geburtstag der Jungschar begehen kann. Geburtstag, hä? Ja, wir – die Katholische Jungschar – werden im Jahr 2017 schon 70 Jahre alt und wollen das auch ein klein bisschen feiern – nähere Infos dazu folgen!
Das Videomagazin. Wir haben unsere Idee vorgestellt und sind auf positives Echo bei den anderen Diözesen gestossen. Jetzt wird eine Arbeitsgruppe überlegen, wie wir das gemeinsam im nächsten Jahr gut umsetzen können.

Außerdem haben wir den neuen Grazer Bischof Krautwaschel kennengelernt und mit ihm Messe gefeiert. Und wir finden, dass das ein sehr toller Bischof ist (nicht nur weil er früher auch mal kurz bei der Jungschar mitgearbeitet hat). Hier macht er gerade ein Selfie mit der Grazer DL zu den Kinderrechten:

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Weitere Bilder findest du bei der Jungschar Graz!

Neue Kommunikationswege der Jungschar (2)

Neben WhatsApp gibt es aber auch noch weitere Projekte um die Kommunikation und das Service zu verbessern. Nachdem immer mehr Menschen Videos (und insbesondere Youtube) als Informationsquelle nutzen, haben auch wir uns entschlossen hier aktiv zu werden und einmal eine erste Version eines Videomagazins zu produzieren:

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Sie soll dazu dienen um den Aufwand für so ein Projekt einmal richtig einzuschätzen und zu testen welche Möglichkeiten wir haben.

Prinzipiell haben wir festgestellt, dass es gut ist, wenn wir jemanden haben, der/die professionell die Kamera bedient und auch den Schnitt macht. Das erleichtert viel und beschleunigt auch den Produktionsprozess.

Bei diesem ersten Magazin haben wir zwar ein Drehbuch gehabt, das aber erst sehr kurzfristig entstanden ist. Da haben wir gelernt, dass es gut ist so etwas mit mehr Vorlauf zu produzieren und auch die Moderator/innen rechtzeitig in den Prozess einzubeziehen. Das macht es für sie leichter eigene Texte für die Inhalte zu formulieren.

Beim Skype-Gespräch werden wir beim nächsten Mal wohl eine andere technische Lösung suchen. Insgesamt sind wir aber sehr zufrieden. Natürlich ist das Magazin lang, aber das liegt daran, dass wir einfach viel ausprobieren wollten. Anschauen kann man es hier:

Jetzt werden wir einmal mit anderen Jungschar-Diözesanleitungen reden, weil wir glauben dass es sinnvoll wäre hier einiges gemeinsam zu produzieren. Das Internet kennt keine Grenzen ….

Neue Kommunikationswege der Jungschar (1)

WhatsApp_Logo_2Kommunikation ist ja heute etwas sehr schwieriges geworden, weil es immer mehr Wege  dafür gibt. Auch wir in der Jungschar Diözesanleitung machen uns natürlich immer wieder Gedanken wie wir gut mit euch – den Gruppenleiter/innen – kommunizieren können und euch auch über unsere Angebote für eure Arbeit mit den Kindern informieren können.

Prinzipiell haben wir schon viele Wege auf denen wir kommunizieren. Da gibt es die die gute „alte“ Zeitung, das „kumquat“. Und auf dem gleichen Weg, nämlich per Post, schicken wir ab und zu auch einen Brief oder eine Veranstaltungseinladung.

Dann gibt es Emails & Newsletter, die eine unserer wichtigsten Kommunikationsmittel geworden sind. Und natürlich das allgegenwärtige Facebook. Wobei wir hier ferstgestellt haben, dass es von aktiven Gruppenleiter/innen eher selten genutzt wird.

Deswegen haben wir im Sommer Gruppenleiter/innen gefragt über welchen Kanal sie am liebsten kontaktiert werden und das ist gar nicht so einfach: Über Facebook 5%, über den Newsletter 10%, über SMS 30%, via Email 40% und über WhatsApp 50% (Mehrfachnennungen waren möglich).

Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen auch Informationen über WhatsApp anzubieten. Nachdem man das nicht so einfach wie bei Emails etc machen kann gibt es dafür eine eigene Anmeldeseite, bei der man sich für das Service registrieren kann: http://wien.jungschar.at/whatsapp

Im Vordergrund stehen hier nicht die Veranstaltungsangebote sondern Tipps für Gruppenstunden, die wir ca. einmal pro Woche verschicken wollen und wo wir gute Ideen aus unserer umfangreichen Modelldatenbank hervorkehren. Dazu kommt dann auch immer wieder ein Veranstaltungshinweis.

Wir sind schon gespannt, wie viele dieses Service annehmen werden.

P.S. Technisch ist das übrigens so gelöst, dass wir nicht eine Gruppe in WhatsApp erstellen, sondern Broadcast-Listen. Dadurch sehen einander die Empfänger nicht- Deswegen müssen alle Empfänger unsere Telefonnummer aber auch in ihren Adressbuch gespeichert haben.

Der Nikolaus kommt!

Nikolaus

Seit vielen Jahren, ja eigentlich Jahrzehnten bemühen wir uns, dass es zum Nikolaus ein Umdenken bei den meisten Nikolausdarstellern aber auch bei den Eltern gibt. Wir sehen den Nikolaus als eine positive Figur, die den Kindern Freude bereiten soll und ihnen Geschenke einfach so bringt weil Nikolaus ist und nicht weil sie brav waren. Hier wird leider noch immer viel Schindluder mit dem „Goldenen Buch“ wo die „Sünden“ der Kinder drinnen stehen und einigen anderen Dingen getrieben.

Zusätzlich haben wir immer noch das Thema des Bartes erwähnt, weil es nicht wenige Kinder gibt, die sich alleine schon wegen des Bartes vor dem Nikolaus fürchten. Obwohl wir immer wieder Presseaussendungen zum Nikolo machen, wurden sie fast immer ignoriert oder kamen nur in einer kleinen Randspalte vor. Warum es dieses Jahr dann zu einer großen Aufregung kam ist uns eher ein Rätsel. Jedenfalls ist es uns ein Hauptanliegen, dass Nikoläuse Kindern keine Angst machen, wodurch auch immer. Und hier gibt es noch eine passende Geschichte dazu, die uns sehr gut gefällt. Viel Freude beim Lesen!

Eine Nikolausgeschichte

Der Student rief sich noch einmal alles in Erinnerung, was man ihm beim Nikolaus-Verleihdienst (oder bei der Jungschar-Nikolausschule) eingeprägt hatte. Auf keinen Fall dürft ihr den Kinderschreck machen, hatte man ihnen gesagt. Auch dann nicht, wenn die Eltern es wünschten. Der Student hatte sich alle Mühe gegeben, den frommen und guten Nikolaus darzustellen. Aber es half nichts. Das Kind schrie wie am Spieß. Die Mutter machte eine resignierende Handbewegung und gab dem Studenten ein Zeichen, das Zimmer zu verlassen.

Der aber tat, als habe er nichts verstanden. Ganz langsam nahm er die Bischofsmütze vom Kopf, zog die Brille ab und legte mit einer schnellen Handbewegung den weiten roten Mantel zur Seite. Das Kind sah dem Entkleidungsspiel mit großen Augen zu. Es vergaß zu weinen, hielt aber weiterhin die Hände auf dem Rücken verschränkt. Jetzt löste der Student den langen Bart. Ein junges, verlegenes Gesicht kam unter dem Bart hervor. Dieses Gesicht sah lächelnd das Kind an. Das Kind studierte das Gesicht. Die Hände kamen hinter dem Rücken hervor und streichelten vorsichtig das junge Gesicht.

Schade, sagten die Erwachsenen, der ganze Zauber ist dahin. Der Student und das Kind hörten es nicht. Sie lachten miteinander. Und während sie miteinander lachten und erzählten, nahm das Kind den falschen Bart, streifte ihn dem Studenten über, versuchte mit ungeschickten Händen, ihm die Mitra aufzusetzen, und gab nicht eher Ruhe, als bis der Student auch wieder den roten Mantel trug. Der Student erzählte währenddessen die Geschichte vom Nikolaus: dass er schon lange tot und ein guter Mensch gewesen sei. Besonders zu den Kindern. Und er erzählte, dass seither Menschen in die Rolle des Nikolaus schlüpfen, um an ihn zu erinnern.
Das Kind hörte mit großen Augen zu.
Der Zauber ist dahin, sagten die Erwachsenen.
Was uns bleibt, ist das Wunder, dachte der Student.

Autor: Gerhard Eberts

Eine tolle Unterstützung von der Jungschar Wilfleinsdorf

Freie SpendeWir freuen uns bei unserer Bettenturm-Sammelaktion natürlich über jede Spende. Besonders haben wir uns aber über die Spende der Jungschar Wilfleinsdorf (einer kleinen Pfarre in der Nähe von Bruck an der Leitha) gefreut. Denn mit ihrem großen Engagement hat diese kleine Pfarrjungschar 478,40 Euro für den neuen Bettenturm in unserer Jungscharburg gesammelt!  Vielen Dank!

Und wir wollen euch natürlich nicht den Bericht über diese Aktion vorenthalten:

Als Jungscharleiterin in Wilfleinsdorf habe ich eure Email erhalten mit der Bitte um Beteiligung an der Finanzierung des Bettenturm-Projektes.

Heute war ein großer Tag in unserer Pfarrgemeinde. Wir feierten unser Kirchweihfest und in die heutige Familienmesse haben wir eine Taufe eines Jungscharkindes eingebaut. Es war eine sehr feierliche Messe und alle Jungschar-Freunde haben mitgeholfen, für DAVID (Täufling) eine sehr emotionale Feier zu gestalten.

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Im Anschluss lud Pater Paul Gnat und der Pfarrgemeinderat zum Mittagessen in den Pfarrhof. Es gab ein gemütliches Beisammensein mit der Pfarrgemeinde, der Familie des Täuflings, den Jungscharkindern, den Erstkommunionkindern und den Firmkandidaten.

Diese Gelegenheit mussten wir beim Schopf packen. Unsere tüchtigen Jungscharkids sind bekannt dafür, dass sie auch sehr gerne für andere da sind und helfend unter die Arme greifen. Wir haben über das Jahr immer das Projekt „Kinder für Kinder“ laufen. Es gab schon eine Spendenaktion für Weißrussland, für Madagaskar haben wir im Vorjahr Reis verkauft, jedes Jahr im März veranstalten wir einen Flohmarkt für die St.Anna Kinderkrebshilfe und so kam uns die Idee, auch Wildegg zu unterstützen. Unsere Kinder haben den Besuchern das Projekt „Bettenturm“ vorgestellt, ich habe Plakate vorbereitet, eine Spendenbox gebastelt – und so kam am heutigen Tag die stolze Summe von € 478,40 zusammen.

Ich wollte dies nun nicht einfach nur auf das Konto einzahlen, sondern euch diese Mail schreiben. Denn es macht mich unendlich stolz, dass unsere Kinder sich immer wieder stark machen für ihre Mitmenschen. Und gerade dieses Projekt muss man einfach unterstützen. Wir freuen uns schon darauf, unser Jungscharlager mal bei euch zu verbringen und im Bettenturm zu übernachten ;).

Wir hoffen, euch mit unserem Beitrag ein klein wenig unter die Arme greifen zu können und wünschen euch noch viel Erfolg bei der weiteren Sammelaktion.

Herzliche Grüße

Katja Zorn und die Wilfleinsdorfer Jungscharkinder

JungscharWilfleinsdorf

Kaleidio (15) Stille

Die meisten von euch kennen wahrscheinlich das Gefühl wenn nach einem Lager alle fort sind und Stille einkehrt. Wir haben das hier in der Zentrale gerade. Nachdem sich gestern gegen Mittag schon 1300 Kinder auf den Weg nach Hause gemacht haben, waren es dann am späten Nachmittag die Mitarbeiter/innen. Inzwischen ist die Zentrale zum größten Teil abgebaut, am frühen Nachmittag heute haben sich auch die meisten Speedys und Transportler verabschiedet und die Fahrzeuge wurden zurück in ihre Garagen gestellt. Jetzt gehts aber auch für die letzten sechs ins Bett, morgen gibt es dann noch eine Fahrt nach Wien und danach die Rückgabe des Sprinters in der nähe von Wels. Dann sind hoffentlich alle gut Heim gekommen.

Es werden immer weniger.
Es werden immer weniger.
Die Sicherheit, nach einer Woche vollgas.
Die Sicherheit, nach einer Woche vollgas.
Die letzten zurückgebliebenen ;-)
Die letzten zurückgebliebenen 😉